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Offene Worte, Erklärungen und            

                       Denkanstöße! 

 

 

 

Dieses, zusätzlich aufgeführte Buch, ist ursprünglich an den  


 


 

alkoholkranken Menschen gerichtet.


 

Ich denke allerdings, dieses ist auch hervorragend für den Ange-

hörigen geeignet, weil aus anderer Sicht erklärt.

 

Mein Buch, welches ursprünglich für die Angehörigen geschrieben 

worden ist, wird hingegen sehr, sehr oft von Betroffenen gelesen. 


 

Nämlich dann, wenn diese auf ihr süchtiges Verhalten SELBST   

endlich aufmerksam geworden sind. 


 

Dieses ist hier besonders nennenswert, da ihr Verhalten in meinem  

Buch deutlich dargestellt wird. 


 

 

Offen gesprochen:

 

"Jedes Mittel ist hier recht. Hauptsache, es kommt sinnvolle

Bewegung in diese kranke Situation". 

  

 

Ein Wort an Angehörige und Freunde von Suchtkranken:

Süchtige Menschen sind krank. Jedoch handelt es sich hier um       

eine völlig andere Art von Krankheit und ist nicht zu vergleichen

etwa mit einer Blinddarmentzündung, einem Beinbruch oder einer Grippe.  


 

Wer eine Sucht entwickelt, hat sich häufig bereits in vielen Be-     reichen seines Lebens und Verhaltens verändert.                          

Dieses geschah weit bevor bei einer medizinischen Untersuchung     

auf der körperlichen Ebene krankhafte Befunde festgestellt werden können.

Das bedeutet:


Am ehesten stellen Angehörige und Freunde diese Veränderungen fest. 

Viele Ehepartner  sagen z. B.: 

„Das ist nicht mehr der Mensch, den ich einmal ge- heiratet  habe.“


Auf jeden Alkoholkranken kommen ungefähr 4 Angehörige, die unter den Folgen der Sucht leiden.

Wen wundert`s???


Denn w
as für den Suchtkranken das Suchtmittel bedeutet, ist für   

Angehörige  der suchtkranke Partner oder die Partnerin: Irgendwann 

dreht sich ihr  ganzes Denken, Fühlen und Handeln um den suchtkranken Menschen.  


 

Die Abhängigkeit verändert auch das Leben der Familienange-

hörigen,  Partner und Freunde Kinder.


Kinder sind besonders betroffen, denn sie sind dem veränderten 

Verhalten ihrer Mutter oder ihres Vaters hilflos ausgeliefert. 

Außerdem glauben  sie oft, an den Problemen der Eltern schuld 

zu sein.  


 

Sie schämen sich und versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, 

dass  andere Menschen sehen können, was in ihrer Familie vor sich geht.  

 

Die meisten erwachsenen Kinder von Suchtkranken tragen die Erfahrungen  in ihrem Elternhaus ein Leben lang mit sich herum:  

 

Sie haben Probleme mit dem Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten mit Veränderungen, neigen zu komplizierten Beziehungen und sind selbst erheblich suchtgefährdet.

 

Das Verhalten von Suchtkranken trägt dazu bei, ganz bestimmte Entwicklungen bei den Menschen im Umfeld zu provozieren: Sie übernehmen häufig die Verantwortung für die abhängige Person,     selbst, wenn diese längst schon ein erwachsener Mensch ist.


 

Das zunächst nahe liegende und ganz normale hilfreiche Verhalten    

des Umfeldes bekommt zunehmend einen Sucht unterstützenden Charakter  und entwickelt ein eigenes Krankheitsbild: 

                   

                        Die Co-Abhängigkeit.


Co-Abhängige sind Verbündete des Abhängigen, ohne dass ihnen das bewusst ist. Etwa wenn sie 

 

- Verantwortung für den Abhängigen übernehmen,
 

- ihm Aufgaben abnehmen,     

 

- sein Verhalten entschuldigen oder decken,
    

- selbst Schuldgefühle entwickeln, weil der Angehörige trinkt,
     

- ihre eigenen Gefühle unterdrücken, sie vor sich selbst nicht wahr-

  haben wollen und sie vor dem Abhängigen und anderen nicht 

  zeigen  oder zugeben,

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- ihren eigenen Lebensstil an die Suchtgewohnheiten des Partners      

  anpassen, die Tatsachen über die Suchtentwicklung und die 

  Konsequenzen daraus verleugnen oder verniedlichen,


 

- versuchen, den Alkoholkonsum zu kontrollieren,
  den Eindruck gewinnen, selbst seelisch oder körperlich krank zu  

  werden.

Dann sind sie in ihrem Wohlbefinden sehr stark vom Verhalten des Abhängigen bestimmt – und sind dadurch unfrei, eben co-abhängig.  


 

Sie haben ihren eigenen unabhängigen Standpunkt verloren und  

brauchen nun selbst Hilfe.


 

Trifft dieses auf SIE zu???


Dann suchen Sie sich bitte eilige Hilfe.

Selbst wenn Sie sich nur in einem oder zwei Punkten wiederfinden,  

sollten Sie Unterstützung oder Beratung suchen.

Fachlich qualifizierte Unterstützung erhalten Sie in Suchtberatungs-

stellen. Diese sind nicht nur für die Kranken da, sondern ebenso für  

deren Angehörige. Die Beratung dort ist kostenlos und auf Wunsch 

anonym. 


 

Sie brauchen hier weder einen Krankenschein noch eine 

Überweisung. 

 

An vielen Orten gibt es Suchtselbsthilfegruppen speziell für 

Angehörige  oder für Süchtige und Mitbetroffene. 


 

ACHTUNG: 

Hier finden Sie Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und können endlich feststellen, dass Sie mit Ihrem Problem nicht allein sind. 

 

Wenn Sie erschöpft sind und gesundheitliche Probleme haben, 

können Sie zusätzlich psychotherapeutische Unterstützung be-

kommen. 

 

Auch für Kinder gibt es in verschiedenen Städten Angebote.         Fragen Sie  in den Beratungsstellen oder beim sozialmedizinischen Dienst nach.


Mit Ihrem, bislang, co-abhängigen Verhalten helfen Sie weder Ihrem süchtigen Angehörigen noch sich selbst!


Deshalb:

    Werden Sie für sich selbst aktiv!
    Sprechen Sie offen mit einer vertrauensvollen Person über Ihr

    Problem!
    Geben Sie dem Suchtkranken die Verantwortung für sich selbst 

    zurück! 

    Sie sind nicht schuld an seiner Krankheit!
    Lassen Sie endlich los!
    Hören Sie auf, Ihren Angehörigen verändern zu wollen!
    Pflegen Sie Ihre eigenen Interessen!
    Leben Sie Ihr eigenes Leben!
    Übernehmen Sie wieder Verantwortung für Ihr Leben und          

    Wohlergehen!
    Sorgen Sie dafür, dass Ihr Selbstwertgefühl wieder wächst!
    

Holen Sie sich Hilfe!  Am besten: Heute noch!!!